Bericht über die Diskussionsveranstaltung mit Maria Noichl (MdEP)

Am 19.11.15 veranstalteten wir einen Informationsabend mit der EU-Abgeordneten Maria Noichl. Sie ist engagierte TTIP-Gegnerin und war unserer Einladung gerne gefolgt. Hier eine Zusammenfassung des Abends.


Wer durch das Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA gewinnt ist noch unklar. Klar ist jedoch wer verliert: die Entwicklungsländer. Dies war die Kernaussage der EU-Abgeordneten Maria Noichl auf einer Veranstaltung von KAB, KBW und der Mühldorfer INNitiative gegen TTIP am 19.11. in Mühldorf.

Maria Noichl, EU-Abgeordnete der SPD

Sehr gut besucht war unsere Veranstaltung mit Maria Noichl, EU-Abgeordnete der SPD im Pfarrsaal St. Peter und Paul in Mühldorf

Unser Lebensstil, unser Konsum, unsere Ernährungsart basieren auf der Ausbeutung der sogenannten Dritten Welt und entziehen den Menschen dort die Lebensgrundlage. Der Norden lebt auf Kosten des Südens.
Kleinbauern kapitulieren jetzt schon vor den Billigimporten aus der EU wie z. B. Milch und Hähnchenreste. Fischer aus Afrika haben keine Chancen gegen die Fangflotten der Industrieländer und Rohstoffe werden ohne Wertschöpfung im eigenen Land exportiert. Das sind nur einige der Beispiele die, die SPD-Abgeordnete erläuterte. TTIP wird diese Konkurrenzsituation noch weiter verschärfen. Die Weltmarktanteile der Drittländer werden weiter schrumpfen.
Nicht nur Krieg zwingt Menschen aus vielen Ländern zur Flucht – auch nach Europa. Wir selbst – unser Verhalten als Verbraucher und unsere Politik – tragen dazu bei, und die 5 „G“ halten dieses System am Laufen: Gewohnheit, Geringschätzung, Gier, Geiz, geschlossene Augen.
Wer an dieser Situation etwas ändern wolle, erläuterte Frau Noichl, müsse bereit sein neu zu denken, wieder Maß zu halten, zu teilen und die eigenen Augen zu öffnen.

Im Anschluß wurde rege diskutiert, dabei stand vor allem die sinnvolle Lebensmittelproduktion bei uns und in den Entwicklungsländern im Vordergrund.

Der Mühldorfer Eine-Welt-Laden bot vor und nach der Veranstaltung Waren aus fairem Handel an und etliche Besucher nutzten die Gelegenheit auf diese Weise den Menschen in den Entwicklungsländern eine Existenzchance zu geben.

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